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Die nachfolgenden Ausführungen sollen einen Beitrag zur Überwindung der Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland und der EU von Energieträgern und Rohstofflieferungen aus unsicheren Quellen. Trotz aller wissenschaftlichen Untersuchungen und der daraus folgenden Erkenntnisse fehlt es bislang an konkreten Handlungsschritten auf greifbare Ziele hin, die auch für das allgemeine Publikum nachvollziehbar sind. Ein Ziel, dessen Sinn und Nutzen offenkundig sind und dessen Umsetzung auch für Laien einsehbar ist, könnte die Allgemeinheit zum Mittun motivieren und notwendige Energien bündeln, vielleicht sogar Begeisterung wecken. Ohne einen entfernten, aber erreichbaren Fixpunkt laufen wir Gefahr, uns im alltäglichen Kleinklein aufzureiben und am Ende zu verlieren.
Mehr erfahrenVor dem Hintergrund der nicht mehr zu leugnenden Klimaveränderung und der jetzt schon sichtbaren negativen Auswirkungen, zusammen mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Energieträgern und Rohstoffen, wird die Verknappung der Ressourcen absehbar zu ernsten internationalen Krisen führen.
Es ist zu erwarten, dass die westlichen Industrieländer sehr bald von den Lieferländern, die sich zu Kartellen zusammenschließen, mit extremen Preisforderungen regelrecht erpresst werden, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft.
Wegen der versiegenden eigenen Rohstoffquellen werden vermutlich die USA und abgeschwächt auch die EU ihrerseits versuchen, schwachen Lieferländern insbesondere in Afrika ihren Willen aufzuzwingen; wenn es sein muss, auch militärisch. Die Weltgemeinschaft ist prinzipiell in unabhängige, mehr oder weniger souveräne Staaten aufgeteilt. Es gibt also keine „weißen Flecken“ mehr, die wie im fünfzehnten bis zwanzigsten Jahrhundert mit allgemeiner Billigung der Europäer von den mächtigen Staaten in Besitz genommen werden. Wenn solche Verteilungskämpfe stattfinden, dürfte dies zu einer neuen Art von Kolonialismus führen und wahrscheinlich kriegerische Entwicklungen mit den neuen Konkurrenten China und Indien nach sich ziehen.
Die Staaten oder Staatenbünde oder Lieferantenkartelle sind entweder hauptsächlich Nachfrager oder hauptsächlich Anbieter, oder wie die Mehrheit der UNO-Nationen weder ausreichend industrialisiert noch mit genügend Rohstoffen ausgestattet. Bei den sich abzeichnenden globalen Auseinandersetzungen, deren Vorboten z.B. am Nordpol ja schon sichtbar sind, werden aber alle Nationen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei ist keineswegs sicher, ob die bis jetzt geltenden Bündnisse einer wirklichen Belastungsprobe auch standhalten. Eine scharfe Konkurrenz der USA zur EU und ggf. sogar das Auseinanderbrechen der EU sind durchaus vorstellbar. Die Weltgemeinschaft starrt gelähmt auf die sich abzeichnende Katastrophe und findet nicht die Kraft zum Handeln. Es bedarf eines konkreten ersten Schrittes eines soliden, glaubhaften Akteurs, um gemeinsam den richtigen Weg einzuschlagen. Es bietet sich dringend an, Alternativen zum bisherigen Denken und Handeln zu finden.
Da sich kriegerische Auseinandersetzungen für die demokratischen Länder ohne Aufgabe ihrer Prinzipien verbieten, ist die einzig logische Lösung die intensive Nutzung der Weltmeere.
Die Bundesrepublik Deutschland könnte hier als glaubhafter Moderator zwischen den widerstreitenden Interessengruppen vermitteln und sich sogar an die Spitze einer alternativen, friedlichen Entwicklung stellen. Deutschland ist, auch in der geteilten Phase, nach dem verlorenen Weltkrieg immer mit dem moralischen Anspruch des Friedensstifters und ausgleichenden Vermittlers aufgetreten. Wegen seiner hochvernetzten Infrastruktur und der daraus resultierenden Verletzlichkeit ist Deutschland heute strukturell gar nicht mehr kriegsfähig und somit für keine Nation eine echte militärische Bedrohung. Gleichzeitig ist Deutschland wegen seiner leistungsfähigen Wirtschaft aber durchaus in der Lage, auch punktuell hohe Lasten auf sich zu nehmen, um Beispiel zu geben für Auswege aus der sich abzeichnenden Krise.
Es sollte in mehreren Schritten eine große permanente Meeresplattform erstellt werden, die außerhalb der anerkannten nationalen Wirtschaftszonen in Kalmenzone am Äquator vor Afrika zu verankern wäre.
Das Projekt sollte von Beginn an offen sein für jeden interessierten Partner und als Einheit übernational betrieben werden.
Die EU oder die UN können die Schirmherrschaft übernehmen und Sicherheitsgarantien geben.
Als Initiator und faktischer Betreiber sollte aber die Bundesrepublik Deutschland auftreten, da ohne eine gezielte Aktivität ein solches Projekt versanden würde. Darüber hinaus sind erhebliche wirtschaftliche Vorteile zu erwarten, an denen der direkte Betreiber am intensivsten partizipieren würde.
Die Plattform sollte sich aus kombinierbaren Pontons zusammensetzen, die miteinander fest verbunden werden und über die Zeit zu einem oder mehreren Atollen zusammenwachsen, die unterschiedlicher Nutzung unterliegen könnten. Gleichseitige Fünf- oder Sechsecke bieten sich an als Grundform, die Basis wäre für stetige Addition von standardisierten Einheiten je nach Bedarf.
Als Baumaterial würde sich Stahlbeton mit integrierten Befestigungselementen anbieten. Die Pontons wären Träger unterschiedlicher Gebäude, könnten als Tanks genutzt oder als Hafen oder als Landebahn ausgebaut werden. Die Abmaße der Einzelpontons müssten in der Größenordnung von L = 150 m, B = 50 m, T = 20 m liegen, um eine weitgehend stabile Lage zu gewährleisten. Jede Einheit sollte selbstverständlich in viele wasserdichte Abteilungen gegliedert und somit weitestgehend sinksicher sein. Die verschiedenen Abteilungen wären unterschiedlich nutzbar und modular ausbaubar.
Als Sondertyp wäre eine Windenergieanlage zu entwickeln, die weit offshore an jeder Position in internationalen Gewässern autonom operieren könnte, um die Passatwinde zu nutzen. Eine sechseckige oder auch kreisförmige Plattform für große Windenergieanlagen könnte auch bei starkem Seegang sehr stabil im Wasser liegen, wenn der Turm 20 bis 30m unter die Plattform geführt würde. Dabei wäre der getauchte Teil im Einsatz zu fluten, um einen niedrigen Schwerpunkt des Systems herzustellen.
Turm und Plattform sollten separat gefertigt und zum Einsatzort geschleppt werden, um dann vor Ort vereinigt zu werden. Dafür wird die Plattform gezielt geflutet, bis der Turm direkt in seine vorgesehene mittige Öffnung eingeschwommen werden kann. Nach vollständiger Verschraubung von Turm und Plattform wird das gesamte Gebilde aufgerichtet durch abgestimmtes Fluten und Lenzen der einzelnen Abteilungen.
Die Verankerung der Plattformen könnte je nach Position mit Ankerleinen bzw. -ketten und/oder Stützantrieb gewährleistet werden. Für die Verwirklichung des Projektes wären keine neuen Technologien erforderlich und die Kosten könnten relativ genau geschätzt werden.
Generell wäre die Nutzung einer äquatorialen Plattform unbegrenzt möglich.
Konkret könnte als erstes Ziel die Erzeugung von Wasserstoff in großem Maßstab realisiert werden.
Durch Installation von einigen hunderttausend m² Fotovoltaikzellen auf der Oberfläche der Pontons bzw. deren Gebäude gäbe es genug Angebot an kostenloser elektrischer Energie.
Insbesondere da am Äquator die Ausbeute der Fotovoltaikzellen optimal wäre.
Im Bereich der Passatwinde sollte die WEA-Plattform eingesetzt werden, die speziell für die Produktion von Wasserstoff optimiert sein sollte. Der Wasserstoff, Sauerstoff und anfallende Edelgase könnten mit Flüssiggastankern nach Europa geschafft werden, ohne dass eine Blockade über Durchleitungsrechte zu befürchten wäre. Alternativ wäre direkte Methanherstellung machbar.
Daneben wäre die Erforschung alternativer Energiegewinnung z.B. durch Nutzung der Temperaturdifferenz zwischen Oberflächen- und Tiefenwasser bzw. der intensiven weiteren Erforschung der Sonnenenergie vielversprechend. Die Erforschung der Tiefsee in allen Aspekten bietet sich selbstverständlich an. Neue Nahrungsmittel aus dem Meer wären zu finden.
Fischfarmen im großen Maßstab könnten eingerichtet werden.
Pflanzenplankton könnte in großem Maßstab gewonnen werden als Rohstoff für die Weiterverarbeitung zu Kohlenwasserstoffen.
Neue Formen des Schiffbaus und der Schiffsantriebe könnten untersucht und entwickelt werden. Durch die Lage am Äquator wäre die Plattform zudem der ideale Startplatz für Raumfahrzeuge, zumal die Erzeugung der notwendigen Energieträger H₂ und O₂ mit geringsten Kosten vor Ort stattfinden würde.
Die Nutzung von Manganknollen und anderen noch zu ermittelnden Rohstoffen wäre möglich.
Eine internationale Technische Universität könnte zum Zweck der Grundlagenforschung und Produktentwicklung gegründet und auf der Plattform betrieben werden, was auch den übernationalen Aspekt der Anlage hervorheben würde.
Es könnten in großem Maßstab Fischfarmen und Muschelfarmen betrieben werden.
Die erzeugten Produkte wären frisch weltweit zu vertreiben. Es könnten nach relativ kurzer Betriebszeit schon Areale der Plattform an industrielle Nutzer vermietet werden, wie z.B. Gaserzeuger bzw. Händler, Chemieunternehmen, Sonderschiffbau, Edelmetallhütten, kommerzielle Raumfahrt. Nach einer Vorlaufzeit von fünf bis zehn Jahren dürfte sich auch ein intensiver Tourismus entwickeln lassen, der zusätzlich die laufenden Kosten mindern dürfte.
Alle kommerziellen Nutzungen wären kostenpflichtig zu setzen, sodass vermutlich in der Konsequenz in überschaubarer Zeit der Rückfluss der Investitionsmittel und ein Profit für die Betreiber zu erzielen wäre.
Der Bau der Pontons sollte nahe am Einsatzort stattfinden, um kurze Transportwege der Einheiten zu gewährleisten.
Das heißt, an den nächstgelegenen Bereichen der afrikanischen Küste wären Trockendocks zu errichten, in denen die Pontons erstellt werden könnten. Es müssten dafür zwischenstaatliche Übereinkommen erzielt werden, um möglichst eine von der UN überwachte und garantierte neutrale Zone zu schaffen, die unter internationales Recht zu stellen wäre. Es könnte so eine Wirtschaftszone im derzeit ärmsten Bereich Afrikas geschaffen werden, von der alle Nachbarn bzw. Partnerstaaten profitieren würden.
Zur Vermeidung der heute leider üblichen Korruption und Gesetzlosigkeit der afrikanischen Staaten müssen von vornherein in der zu schaffenden neutralen Zone eindeutige Verhaltensregeln herrschen und international anerkanntes Gesetz zugrunde gelegt werden.
Zur Aufrechterhaltung des Status wären UN-Truppen und Polizei permanent zu stationieren.
Die jetzigen afrikanischen Wirtschaftsflüchtlinge würden ein Angebot zu angemessen bezahlter Arbeit in ihrem eigenen Umfeld erhalten. Der Druck von Migranten auf Europa würde umgewandelt in sinnvolle Aktivität. Es sind die aktiven, tatkräftigen Menschen in Afrika, die heute verzweifelt Lebensperspektiven suchen. Die Aussicht auf ein lebenswertes Auskommen in rechtlich geregelter Umgebung mit langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten dürfte auf die Menschen der Region wie ein Magnet wirken. Es würde sich so für die jetzt unter Lebensgefahr nach Europa strömenden „Boat People“ eine wirkliche Alternative zu der wenig erstrebenswerten Hilfsarbeit in Südeuropa ergeben. Darüber hinaus wäre es eine kleine Wiedergutmachung Europas an Afrika. Zusätzlich sollte den Partnerstaaten in Afrika eine bevorzugte Beteiligung am Betrieb der Plattform angeboten werden.
Die zu erstellenden Hafenanlagen würden Zementfabriken und Stahlverarbeiter bzw. auch Stahlerzeuger nach sich ziehen und die notwendigen Versorger. Es wäre für den Kontinent Afrika eine langfristige Perspektive und hätte darüber hinaus den Vorteil, dass die beteiligten Nationen auf Dauer als gleichberechtigter Partner agieren könnten und nicht mehr auf die im Grunde entwürdigende Entwicklungshilfe angewiesen wären.
Grundsätzlich wäre das Projekt im internationalen Verbund zu verwirklichen.
Der Start sollte jedoch von einem deutschen Konsortium erfolgen, welches die Zielsetzung und Ausrichtung formuliert sowie den Bau und Betrieb der ersten Station.
Ein UNO-Gremium oder die EU sollten danach sehr bald die Schirmherrschaft über die Plattform übernehmen, um ein mögliches Abgleiten in einseitige Interessenpolitik zu verhindern und um alle rechtlichen Aspekte, insbesondere bei der Errichtung einer „neutralen“ Zone in Afrika, von vornherein zu klären.
Jede Nation sollte zur Teilnahme eingeladen werden, mit der eindeutigen Verpflichtung, ausschließlich friedliche Projekte zu betreiben.
Die Beteiligung wäre an konkrete finanzielle Auflagen gebunden, sowohl für die Errichtung als auch für den laufenden Betrieb der Plattform. Entsprechend dem tatsächlich geleisteten finanziellen Anteil sollte auch das Stimmrecht der Partner gewichtet werden.
Ein Verwaltungsrat aller Partner sollte übergeordnet die Nutzung und den Betrieb der Plattform beschließen und überwachen.
Der Anschub und der laufende Betrieb wären im ersten Schritt durch ein Gremium deutscher Fachleute zu gewährleisten, die im Laufe der Zeit Funktionen abgeben sollten an hinzukommende Partner. Es wäre dabei selbstverständlich darauf zu achten, die eigenen Interessen zu wahren und möglichst breiten Einfluss zu behalten, solange andere Länder weiterhin eine nationalistische Wirtschaftspolitik verfolgen. Nach relativ kurzer Zeit könnten Funktionen an unabhängige Gremien oder auch Industriekonsortien abgegeben werden.
Die Überwachung aller Aktivitäten und auch hoheitliche Aufgaben wären aber durch den Betreiber und den Verwaltungsrat zu gewährleisten.
Das gesamte Projekt sollte bewusst einer dauernden wirtschaftlichen Kontrolle unterliegen, mit dem Ziel, einen Rückfluss der investierten Mittel an die Partner mittelfristig zu ermöglichen. Ein solches Projekt hätte in der Summe einen Finanzbedarf von einigen zig Milliarden €.
Das dürfte im ersten Augenblick potenzielle Partner zögern lassen. Um überzeugend zu sein, und mitzureißen, sind deshalb die ersten konkreten Schritte entscheidend. Deutschland würde Initiator sein und danach durch seine bestimmende Teilhabe auf verschiedenen Ebenen am Profit teilhaben. Das Projekt wäre im Detail zu entwerfen. Der planbare Aufwand wäre zu kalkulieren.
Es müssten Machbarkeitsstudien erstellt und Nachweise geführt werden. Die politische Überzeugungsarbeit gegenüber befreundeten Nationen wäre gezielt zu leisten, und es wäre eine eigene Dynamik für das Projekt zu erzeugen durch Politiker möglichst aller politischen Parteien.
Im ersten Schritt müsste der politische Wille zum Beginn des Projektes demonstriert werden, indem die unterschiedlichen Ressorts des Bundes entsprechend ihrem Nutzen einen Teil ihrer Budgets in das Projekt einfließen ließen. Danach könnten Anteilsscheine ausgegeben werden, z.B. in Form von Volksaktien, wobei die Übernahme bestimmender Mehrheiten durch Interessengruppen ausgeschlossen werden müsste. Das Ministerium für Forschung und Entwicklung müsste hier logisch einen Schwerpunkt setzen. Die Koordination der möglichen Forschungsvorhaben zusammen mit der Gründung einer internationalen Universität wäre eine herausragende Aufgabe.
Das Ministerium für Umwelt müsste allein wegen der Erforschung alternativer Energien ein hohes Interesse an dem Projekt entwickeln.
Zusätzlich wäre hier der erste ernsthafte Schritt in das „Wasserstoffzeitalter“ realisierbar.
Das Ministerium für Entwicklungshilfe sollte wegen der gezielten Förderung afrikanischer Länder das Projekt befürworten, zumal die investierten Mittel hier nachprüfbar in Arbeitsplätze und Infrastruktur umgewandelt würden.
Die Entwicklung neuer Technologien mit der möglichen Weltmarktführung Deutschlands auf neuen zukunftsträchtigen Gebieten sollte für das Wirtschaftsministerium Grund sein, das Projekt intensiv zu unterstützen.
Selbst das Ministerium für Inneres müsste hier Interesse haben, wegen der Entlastung des zunehmenden Druckes durch Migranten.
Natürlich sollte ein solches Projekt eine eigenständige finanzielle Basis erhalten und solide abgesichert sein. Dafür könnten aber die genannten Ministerien einen Teil ihres Budgets beisteuern, bei gleichzeitiger Einflussmöglichkeit auf die Gestaltung. Auf Dauer dürfte über Rückflüsse aus industriellen Projekten ein finanziell ausgeglichener Betrieb schon nach kurzer Zeit sehr wahrscheinlich sein.
Zu Beginn sollte mit einer national betriebenen Pilotanlage die Machbarkeit demonstriert werden.
Einmal, um den Einsatz von Mitteln begrenzt zu halten, und zum anderen, um einen Know-how-Vorsprung zu erzielen. Die Pilotplattform sollte noch auf eigenen Werften erstellt werden, z.B. im Tiefwasserbereich bei Wilhelmshaven. Spätestens bei Inbetriebnahme der Pilotplattform sollten aber internationale Partner beteiligt werden.
Das Projekt „Äquatorial Plattform“ bietet ein hohes Maß an Entwicklungsmöglichkeiten, sowohl technisch als auch umweltpolitisch und sozialpolitisch. Die Bundesrepublik Deutschland könnte auf vielen Feldern über lange Zeit die weltweite technische Führerschaft erlangen, gepaart mit hohem politischem Ansehen, da das Projekt eindeutig kooperativ angelegt ist, ohne irgendeinen imperialistischen Hintergrund.
Durch den Einstieg weiterer Partner wird das Projekt schnell eine Eigendynamik entwickeln.
Die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dürften erheblich sein. Dadurch, dass ein solches Projekt langfristig angelegt wäre und einen Nutzen für die gesamte internationale Gemeinschaft hätte, wäre es mindestens gleichzusetzen mit den Projekten der Raumfahrt, ja, es wäre ihnen überlegen, weil keine nationalen Interessen die Entwicklung und Teilnahme behindern würden. Die Bundesrepublik Deutschland könnte als Initiator die industrielle Führerschaft übernehmen und zusätzliches politisches Ansehen gewinnen. Durch Planung, Erstellung und Betrieb der Anlage würden im Inland tausende hochwertige Arbeitsplätze entstehen lassen.
Die Jugend Deutschlands und Europas hätte für lange Zeit eine herausfordernde Aufgabe, die Begeisterung und positive Energien wecken könnte.
International würde die gemeinsame Errichtung eines so anspruchsvollen Projektes durch die Eliten jedes Partnerlandes vermutlich das Gefühl der übergeordneten Zusammengehörigkeit bei den beteiligten Personen erzeugen, wodurch mögliche zukünftige Auseinandersetzungen weniger wahrscheinlich würden.